Stark für sensible Haut
Unsere Haut ist unser größtes Organ. Sie ist ein hoch funktioneller Schutzwall für unseren Körper mit einem integrierten Warnsystem. Auf jedem Quadratzentimeter Haut finden sich 2 Wärme-, 13 Kälte-, 25 Druck- und 200 Schmerzpunkte.
Kompression
Jede Verletzung der Haut hinterlässt Spuren. Vor allem Verbrennungen und Verbrühungen, aber auch chirurgische Eingriffe hinterlassen teils großflächige Narben. Damit keine wuchernden, sich verhärtenden Narben entstehen, ist Kompression ein entscheidender Teil der Therapie. Diese wird in einem speziellen Gestrick maßgefertigt und muss dafür millimetergenau für die betroffene Körperregion ausgemessen werden. Bei der Narbenentwicklung spricht man nicht von Ausheilung, sondern von Ausreifung. Je nach Schwere und Tiefe geht man von einer Ausreifungszeit von 6 bis 24 Monaten aus, aber auch Therapiezeiten von 4 Jahren oder darüber hinaus sind möglich. Daher bedarf es einer regelmäßigen Kontrolle der Versorgung und gegebenenfalls eine Neuversorgung, wenn sich die Parameter ändern. Insbesondere ist das bei Heranwachsenden der Fall.
Silikon
Unser medizinisches Silikon fördert in Verbindung mit Kompressionstextilien oder Kompressionsmasken, dass die Narben flacher, weicher und elastischer werden, und dass durch Narben verursachte Bewegungseinschränkungen oder Kontrakturen verbessert werden. Mittels eines Abdruckes der Narbenfläche stellen wir eine passgenaue Lage aus Silikon her, die zwischen Narbengewebe und Kompression positioniert wird. Der Formschluss zwischen Narbe und Silikon (Okklusion) begünstigt ein feuchtwarmes Klima, in dem Wachstumsfaktoren vermehrt ausgeschüttet werden. Das Gewebe reift schneller aus, Schmerzen, Reibung, Rötungen und Juckreiz werden deutlich reduziert.
Seit mehr als 20 Jahren fertigen wir individuelle Silikonversorgungen für die Narbentherapie. Von der Maßnahme über die Herstellung bis zur Anpassung und Nachsorge – Sie erhalten alles aus einer Hand von erfahrenen Experten.
Scan-Technologie statt Gipsabdruck
Dank unserer digitalen Werkstatt können wir vermehrt auf den Formabdruck, speziell im Gesichtsbereich, verzichten. Stattdessen wird das Areal berührungslos gescannt. Aus dem erhaltenen 3D-Modell modellieren wir am Rechner die Kompressionsmaske, und fertigen diese anschließend im 3D-Druck.